Transparenter Schutz für Außenbereiche

 

Die energetische Sanierung von Wohnungsbauten der Nachkriegszeit bleibt ein hoch aktuelles Thema. Die baulichen Maßnahmen bewirken eine Anhebung des Energiestandards an gegenwärtige Anforderungen. Gleichzeitig nutzen die Eigentümer den Umbau häufig für eine architektonische Anpassung des Bestandes an heutige Ansprüche. Damit ist zum einen eine allgemeine Steigerung der Wohnqualität gemeint, zum anderen kann auf aktuelle gesellschaftliche und demografische Entwicklungen reagiert werden.

Diesen Ansatz verfolgte auch die GEWOFAG Projektgesellschaft mbH aus München mit der Sanierung eines neungeschossigen Wohn-Hochhauses aus dem Jahr 1963. Dabei stellte zunächst einmal der Standort des Ziegelbaus direkt am Innsbrucker Ring in München, einer sechsspurigen Hauptverkehrsstraße, die größte Herausforderung an ein geeignetes Sanierungskonzept dar. Im Rahmen eines beschränkten Realisierungswettbewerbs überzeugte die Münchner Projektgemeinschaft Richarz und Strunz mit ihrem Entwurf für einen ganzheitlichen Umbau, der neben einer Verbesserung des Energiestandards auch eine maßgebliche Steigerung der Wohnqualität versprach. So wurde das Thema Schallschutz von den Architekten von vornherein zum integralen Bestandteil der Planung und als Grundlage für eine erfolgreiche Realisierung des Projektes erkannt.

Die Fassade des Gebäudes wurde mit einer 14 Zentimeter starken Wärmedämmung versehen und anschließend verputzt. Die Fenster des Bestandsgebäudes sind durch neue Elemente mit einer Zweifachverglasung ersetzt worden. Deren Fensterrahmen sind mit Zuluft-Elementen ausgestattet, welche eine kontrollierte Belüftung der Innenräume gewährleisten. Mit der Fertigstellung im Sommer 2010 wird dank dieser Maßnahmen der Standard „KfW-Effizienzhaus 40“ nach der Energieeinsparverordnung 2007 erreicht.

Der Entwurf der Architekten sah eine Umwandlung der ursprünglich 45 kleinen Wohnungen zu 32 Einheiten vor, deren Großteil aus familiengerechten Drei- bis Fünfzimmerwohnungen besteht. Circa ein Drittel der Wohnungen wurde nach den Maßstäben der Barrierefreiheit ausgebaut. Eine mögliche spätere Umrüstung der übrigen Wohnungen wurde bereits eingeplant. So ist beispielsweise die Geometrie der meisten Bäder auf die Nutzung mit einem Rollstuhl ausgelegt. Die Sanierungsmaßnahmen wurden von der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern als Modellprojekt „WAL – Wohnen in allen Lebensphasen“ aufgrund seines umfangreichen sozialen Konzepts gefördert. Unterstützt wird damit ein Bauvorhaben, das das Zusammenleben von älteren Menschen und Familien fördert. Neben den familien- und seniorengerechten Wohnungen sind zahlreiche Einrichtungen feste Bestandteile der Wohnanlage. Dazu zählen etwa ein Concierge-Service für die Vermittlung von Hilfen und Serviceleistungen, ein Gemeinschaftsraum sowie eine therapeutische Wohngemeinschaft. Entstanden sind auch vier Projektwohnungen, in denen das Leben in eigener Wohnung mit der Betreuung und Pflege durch einen ambulanten Dienst verbunden wird. „Der große Aufwand hat sich gelohnt, weil wir wirklich ein Haus für Menschen in allen Lebensphasen errichtet haben, das trotz seiner Lage am Mittleren Ring zeitgemäßen Wohnkomfort bietet", sagt Gordona Sommer, Geschäftsführerin der GEWOFAG.

Wohnqualität durch geschützte Außenräume

Der Ansatz der Architekten, Räume mit einer verbesserten Wohnqualität zu schaffen, ist auch in den großzügigen Außenbereichen ablesbar. Die Balkone des Bestandsgebäudes waren klein und den Beeinträchtigungen durch den Verkehr ungeschützt ausgesetzt, so dass die Bewohner ihren Freiraum kaum nutzen konnten. Im Rahmen der Baumaßnahme wurden sie abgerissen und auf der Ost-, Süd- und Westseite durch eine selbsttragende, vor die Fassade gestellte Betonskelettkonstruktion aus Stützen und großen Balkonplatten, die in den Geschossdecken punktuell rückverankert wurden, ersetzt. Diese wurden mit dem Schiebe-Dreh-System SL 25 XXL von Solarlux verglast. Im geschlossenen Zustand erreicht das System eine Schallreduzierung von 17 Dezibel, was die Freiräume dieses Gebäudes erstmalig zu einem Außenraum mit Aufenthaltsqualität macht. Die Bewohner sitzen geschützt vor den Emissionen des Verkehrs bei gleichzeitiger Wahrung der Transparenz. Die einzelnen Flügel der Verglasung tragen keine Profile, so dass die Wirkung als Außenraum bestehen bleibt und der Ausblick, teilweise bis zu den Alpen, nicht beeinträchtigt wird. Neben dem Schallschutz wirken die gläsernen Elemente vom marktführenden Systementwickler und -hersteller Solarlux in der kühleren und kalten Jahreszeit als Wärmepuffer, der eine Reduzierung der Heizenergie und -kosten ermöglicht. Bestehen bleibt die Möglichkeit, die Verglasung über die gesamte Breite der Balkone zu öffnen und Platz sparend seitlich zu parken. Realisiert wurden Öffnungsweiten zwischen 3,30 und 4,10 Metern. Insgesamt sind 333 Flügel mit einer Verglasung aus 10 mm Einscheiben-sicherheitsglas (ESG) montiert worden. Geöffnet wird die Verglasung mit einfacher Einhandbedienung durch einen Edelstahlseilzug. Im geschlossenen Zustand ist das Schiebe-Dreh-System Wind und Schlagregen abweisend, offene Fugen sorgen für eine sinnvolle Dauerbelüftung.

Die überzeugende Umsetzung des ganzheitlichen Sanierungskonzeptes gelang trotz der schwierigen Ausgangslage. Solarlux stellte dazu ein Team aus Architekten, Beratern, Statikern und Technikern bereit, das an einer individuellen Lösung für diese Baumaßnahme arbeitete. Dank langjähriger Erfahrung aus zahlreichen Projekten ist das Team in der Lage, auf die Besonderheiten eines jeden Bauvorhabens einzugehen. Das umfangreiche Leistungspaket des Unternehmens - Planung, Aufmaß, Logistik bis zur Endmontage - bietet den entscheidenden Vorteil, Zeit zu sparen und eine hochwertige Lösung aus einer Hand zu erhalten, die bei der Bauherrin eine hohe Zufriedenheit hervorruft.

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